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Lernwissenschaftlicher Hintergrund

Die Vergessenskurve

Das Phänomen des „Vergessen“ wird in der Lernpsychologie schon seit vielen Jahren erforscht. Haben wir einen Inhalt verstanden und ggf. versucht, uns diesen Inhalt durch sofortiges Wiederholen einzuprägen, ist dieser Inhalt nicht unbedingt schon in unserem Langzeitgedächtnis gespeichert. Ganz im Gegenteil: Überlassen wir ihn seinem „Schicksal“ wird der Inhalt regelmäßig schon nach dreißig Minuten wieder vergessen sein. Lernende können bereits nach zwei Tagen durchschnittlich zwei Drittel der gelernten Inhalte nicht mehr reproduzieren.

Dieses Phänomen lässt sich mit einer sog. „Vergessenskurve“ anschaulich darstellen.

 

  
Vergessenskurve

Abbildung: Vergessenskurve nach Ebbinghaus

 

Mehr zum Thema „Vergessen“ finden Sie im Internet zum Beispiel unter: http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/GEDAECHTNIS/Vergessen.shtml

Effizientes Wiederholen

Um das Vergessen neu gelernter Inhalte zu verhindern, gibt es nur eine Strategie: Wiederholen. Andererseits ist erwiesen, dass sich mit häufigen Wiederholungen direkt im Abschluss an eine Lernphase die Vergessenskurve nicht überlisten lässt (sog. Überlernen). Lernpsychologische Studien zeigen vielmehr, dass es sinnvoller ist, einen Inhalt nur so lange zu lernen, bis er gerade eben beherrscht wird. Wiederholt werden sollte dann erst kurz bevor der Inhalt wieder zu vergessen werden droht. Eine Faustregel für effizientes Wiederholen lautet:

  • Wiederhole ein paar Stunden später.
  • Wiederhole tags darauf.
  • Wiederhole nach einer Woche.
  • Wiederhole nach einem Monat.
  • Wiederhole nach sechs Monaten.

Diese lernpsychologische Erkenntnis macht sich imemo zu nutze: Es legt dem Anwender die zu lernenden Inhalt automatisch zu dem Zeitpunkt zur Wiederholung vor, zu dem sie zu vergessen werden drohen. Dadurch ermöglich imemo effizientes Lernen: Die Inhalte werden mit dem möglichst kürzesten Zeitaufwand ins Langzeitgedächtnis befördert. Die Lernzeit wird nicht mit der Wiederholung von schon abgespeichertem Wissen verschwendet, sondern das Programm filtert die Inhalte heraus, die noch nicht im Langzeitgedächtnis verankert sind.

 

Also: Mit imemo kann man sich neues Wissen in kürzest möglicher Zeit aneignen. Das interaktive Lernprogramm erlaubt Schüler und Studenten zudem ein themenorientiertes Lernen. Dabei berücksichtigt die Lernsoftware den persönlichen Lernfortschritt: Wenn Sie eine Frage richtig beantwortet haben, wird das Wiederholungsintervall für diese automatisch verlängert. Fragen, bei denen Sie sich noch nicht sicher fühlen, werden häufiger wiederholt. Durch dieses systematische Wiederholen des Stoffes in Ihrem individuellen Lerntempo prägen sich die Inhalte besonders gut ein.

Die Lernkartei

Das computergestützte Lernsystem imemo basiert auf pädagogisch erprobten und lernpsychologisch bewährten Methoden. Als Vorbild dient die von dem Psychologen Sebastian Leitner entwickelte „Lernkartei“-Methode. Diese fußt im Wesentlichen auf einem Fünffächer-Karteikastensystem, in das sog. Lernkarten einsortiert werden. Auf der Vorderseite jeder Lernkarte steht eine Frage. Auf der Rückseite steht die Antwort. Hat der Lernende die richtige Antwort gewusst, so wird die Karte in das nächste Fach einsortieren. Hat der Lernende die richtige Antwort nicht gewusst, so wandert die Karte zurück in das erste Fach.

 

Karteikasten 

Abbildung: Karteikasten mit 5 Fächern 

 

imemo optimiert diese auf wissenschaftlichen Erkenntnissen der Lerntheorie basierende Methode und macht sie für Schüler und Studenten fruchtbar. Mehr zu Sebastian Leitner und der Lernkartei finden Sie im Internet zum Beispiel unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Lernkartei .

Steigerung des sog. "Behaltenswerts"

imemo berücksichtig zudem eine weitere Erkenntnis der lernpsychologischen Forschung: Der sog. „Behaltenswert“, also die Menge der Inhalte, die behalten werden, hängt unter anderem vom sog. „Wahrnehmungskanal“ ab. So werden lediglich etwa 20 % der Inhalte, die über das Hören aufgenommen werden, auch behalten. Mit anderen Worten: Nur 20 % der Inhalte einer Vorlesung werden auch tatsächlich vom Studenten behalten. Beim bloßen Lesen sinkt dieser Wert sogar auf nur 10 %, wie folgende Tabelle veranschaulicht.

 

Tabelle

 

imemo stellt dem Lernenden Fragen, die dieser beantworten muss. Der Lernende kann seine Antwort in ein dafür vorgesehenes Feld eintragen, bevor die richtige Antwort angezeigt wird. Auf diese Weise wird der Wahrnehmungskanal „selbst sagen“ angesprochen, so dass ein durchschnittlicher Behaltenswert von 70 % erreicht wird.

Kleine Lerneinheiten

Um dem Gehirn die Verarbeitung von Inhalten zu erleichtern und das Lernen zu vereinfachen, ist es erforderlich, dass komplexe in Inhalte in kleine, verarbeitbare Teile zerlegt werden. Für das menschliche Gehirn ist es etwa äußerst aufwendig und zeitintensiv, ein Prüfungsschema mit sieben oder mehr gleichrangigen Elemente zu verarbeiten. Daher bricht imemo etwa juristische Inhalte in kleine Einheiten (vgl. Jura-Karteikarten). Anders als bei herkömmlichen im Markt in Druckform angebotenen Karteikarten wird nicht eine große Menge von Inhalten auf eine Karte gepresst, sondern es werden kleine Einheiten in Frage/Antwort-Form dargestellt und abgefragt. Die Einteilung des Stoffs in kleine Lerneinheiten ermöglicht es dem Lernenden zudem, auf einfache Weise „Gewusstes“ vom „Nicht-Gewussten“ zu trennen. Dadurch wird es dem Lernenden ermöglicht, sich auf die nicht gewussten Inhalte zu konzentrieren. Diese werden vom Programm automatisch häufiger abgefragt, bis sie im Langzeitgedächtnis gespeichert sind. 

 

 

Das computerbasierte Lernsystem imemo steigert somit die Lerneffizienz. Sowohl die gezielte und in zeitlicher Hinsicht optimiert Wiederholung als auch die Ansprache mehrerer Wahrnehmungskanäle erhöht den Lernerfolg. Dabei bestimmt imemo automatisch, welche Karten an welchem Tag wiederholt werden müssen. Der Lernende kann sich auf die wesentlichen Inhalte konzentrieren. Schon dreißig Minuten täglich werden den Lernerfolg erheblich verbessern.
   

 

 
 
Lernen mit imemo

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